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Standardtänze sind „Bewegungstänze“, bei denen die Tänzer sich je
nach Tanz mehr oder weniger schnell und raumgreifend fortbewegen.
Typisches Merkmal der Standardtänze ist der Körperkontakt, mit dem die
Tanzpartner ohne Unterbrechung verbunden bleiben. Die Lateinamerikanischen Tänze
hingegen, die zweite Gruppe der Turniertänze, die ebenfalls aus fünf
Tänzen besteht, werden mehr stationär und weitgehend ohne Körperkontakt
getanzt. Der Körperkontakt in den Standardtänzen erfordert ein hohes Maß an
Balance, Haltung und wechselseitiger Führung. Bewegung, Balance und
Haltung sorgen dann für einen harmonischen Bewegungsfluss der Paare.
Der Herr führt: Er tanzt häufiger vorwärts und überblickt die
Tanzfläche und damit die Figurenfolge. Führen bedeutet, den Körper mit
seinen stabilen Kontaktflächen durch Verlagern des Körperschwerpunkts
in der Vorwärtsbewegung entschlossen einzusetzen. Auf die Aktion des
Herrn folgen unmittelbar die Reaktion der Dame und insgesamt eine
harmonische abgestimmte Aktion des Paares. Wenn die Dame in der
Vorwärtsaktion ist, dann hat sie die Übersicht über die Fläche und gibt
nur Hinweise über den Freiraum vor ihnen; es führt jedoch weiterhin der
Herr.
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